Micron Document
<!DOCTYPE html>
<html class="client-nojs vector-feature-language-in-header-enabled vector-feature-language-in-main-page-header-disabled vector-feature-page-tools-pinned-disabled vector-feature-toc-pinned-clientpref-0 vector-toc-not-available vector-feature-main-menu-pinned-disabled vector-feature-limited-width-clientpref-1 vector-feature-limited-width-content-enabled vector-feature-custom-font-size-clientpref-1 vector-feature-appearance-pinned-clientpref-0 skin-theme-clientpref-day vector-sticky-header-enabled" lang="de" dir="ltr"><head>
<meta charset="UTF-8">
<title>Lohgerber</title>
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">
<link rel="icon" type="image/png" href="./_res_/favicon.png">
<link rel="canonical" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lohgerber"> <link href="./_mw_/ext.cite.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.tmh.player.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.wikimediamessages.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.icons.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.search.codex.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<meta name="ResourceLoaderDynamicStyles" content="">
<link href="./_mw_/ext.gadget.citeRef.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.defaultPlainlinks.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonHide.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonLayout.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonStyle.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiDarkmode.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiResponsive.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.specialSearch.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/site.styles.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/noscript.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/footer.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/vector-2022.css">
</head>
<body class="skin--responsive skin-vector skin-vector-search-vue mediawiki ltr sitedir-ltr mw-hide-empty-elt ns-0 ns-subject page-Lohgerber rootpage-Lohgerber skin-vector-2022 action-view">
<div class="mw-page-container">
<div class="mw-page-container-inner">
<div class="mw-content-container">
<main id="content" class="mw-body">
<header class="mw-body-header vector-page-titlebar">
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Lohgerber</span></h1>
</header>
<a id="top"></a>
<div id="bodyContent" class="vector-body ve-init-mw-desktopArticleTarget-targetContainer" aria-labelledby="firstHeading" data-mw-ve-target-container="">
<div id="contentSub">
<div id="mw-content-subtitle"></div>
</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Die Berufsbezeichnung <b>Lohgerber</b> bzw. <b>Rotgerber</b> leitet sich ab vom heute weitestgehend untergegangenen <a href="Handwerk" title="Handwerk">Handwerk</a> der Lohgerberei, einer spezialisierten Form der <a href="Gerben" title="Gerben">Gerberei</a>, die Rinderhäute durch <a href="Vegetabilgerbung" title="Vegetabilgerbung">Vegetabilgerbung</a> zu strapazierfähigen, kräftigen Ledern verarbeitete, beispielsweise für <a href="Schuhsohle" title="Schuhsohle">Schuhsohlen</a>, <a href="Stiefel" title="Stiefel">Stiefel</a>, <a href="Reitsattel" title="Reitsattel">Sättel</a> oder Ranzen. Lohgares Leder ist kaum elastisch, dafür gewinnt es beim Gerben auf Kosten der Fläche an Dicke und wird sehr widerstandsfähig gegen Wasser und schwache Säuren.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Etymologisches">Etymologisches</h2></div>

<p>Da mit Eichenlohe (aus Eichenbestandteilen hergestellte <a href="Gerberlohe" title="Gerberlohe">Lohe</a>) gegerbtes Leder rot bis braun ist, bezeichnete man die Lohgerber oft auch als <i>Rotgerber</i>. Es gibt zahlreiche regional verschiedene Bezeichnungen für den Beruf des Lohgerbers: <i>Lauer, Löber, Loher, Löher, Lorer, Löhrer</i> (niederrheinisch), <i>Löhr</i> (norddeutsch)<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> – als Berufsbezeichnungen sind sie längst nicht mehr gebräuchlich, haben jedoch bis heute als Familiennamen überdauert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Das_Handwerk_der_Lohgerberei">Das Handwerk der Lohgerberei</h2></div>

<p>Nachdem der Loh- oder Rotgerber die Fleischreste und Fette auf dem <a href="Gerberbaum" class="mw-redirect" title="Gerberbaum">Schabebaum</a> vom <a href="Taxidermie" title="Taxidermie">Balg</a> entfernt hatte, erfolgte das sogenannte Äschern mit (gebranntem) Kalk in der Äschergrube, wodurch sich die Haare vom Balg lösen und in einem zweiten Schabegang entfernt werden konnten. Anschließend wurden die sogenannten grünen <i>(unreifen)</i> Häute samt einer <a href="Gerberlohe" title="Gerberlohe">Lohe</a> aus Eichen- oder Fichtenrinde und <a href="Gallapfel" title="Gallapfel">Galläpfeln</a> (auch Knoppen genannt) zur Gerbung in eine Lohgrube verbracht. Die klassische Gerbung in Lohgruben konnte zwischen einem halben und drei Jahren dauern, je nach Ausgangsmaterial und gewünschter Qualität, wobei die Häute alle zwei bis vier Monate umgeschichtet werden mussten. Insofern musste ein Lohgerber für eine kontinuierliche Arbeit möglichst viele Gruben haben.
</p>

<p>Als <a href="Gerberlohe" title="Gerberlohe">Gerberlohe</a> bezeichnet man die vom Baum getrennte, zerschnittene und fein gemahlene <a href="Rinde" title="Rinde">Rinde</a> – meistens <a href="Eichen" title="Eichen">Eichenrinde</a>, seltener auch <a href="Fichten" title="Fichten">Fichten</a>- oder <a href="Tannen" title="Tannen">Tannenrinde</a> – in der sich der Gerbstoff <a href="Corilagin" title="Corilagin">Tannin</a> befindet. Dabei werden für einen <a href="Zentner" title="Zentner">Zentner</a> Leder vier bis fünf Zentner Lohe benötigt, für kräftiges Sohlenleder (auch <i>Pfundleder</i> genannt) sogar acht Zentner. Insofern war für das Handwerk der Lohgerberei auch ein reicher Holzbestand vonnöten. Beliefert wurden die Lohgerber von dem Berufsstand der Löher, die meist im Mai, wenn der Saft in die Bäume steigt, die Rinden in oft speziell angelegten <a href="Eichensch%C3%A4lwald" class="mw-redirect" title="Eichenschälwald">Eichenschälwäldern</a>, auch <a href="Lohwald" class="mw-redirect" title="Lohwald">Lohwald</a> oder <a href="Lohhecke" title="Lohhecke">Lohhecke</a> genannt, schälten, bevor diese gefällt wurden. Die beste Lohe soll aus der Rinde von achtzehn Jahre alten Eichen gewonnen werden.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Seit Ende des 19. Jahrhunderts wurde die einheimische Eichenlohe zunehmend durch aus Übersee importierte Gerblohen wie Quebrachoholz ersetzt.
</p><p>Da für die Gerberei generell große Mengen an Wasser benötigt wurden, lagen Gerbereien meist an einem Fluss, Bach oder Kanal, denn nicht nur bei der Vorbereitung zur Gerbung, sondern auch nach der Entnahme aus der Gerblohe mussten die Häute für viele Stunden gespült und gewässert werden. Durch das anschließende Trocknen der gespannten Häute an der Luft vollendete sich der chemische Gerbvorgang. Als letzte Arbeitsgänge erfolgten das Walzen, Glätten, gegebenenfalls das Spalten (<a href="Spaltleder" title="Spaltleder">Spaltleder</a>) sowie das Wachsen und Beschneiden des Leders.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte_der_Lohgerberei">Geschichte der Lohgerberei</h2></div>

<p>1284 erhielten die <a href="Berlin" title="Berlin">Berliner</a> Lohgerber ihren <a href="Zunft" title="Zunft">Zunftbrief</a>,<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> in <a href="Frankfurt_am_Main" title="Frankfurt am Main">Frankfurt am Main</a> datiert die älteste Zunftordnung der Lohgerber auf das Jahr 1355.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Musste die Rinde anfangs noch von Hand zerkleinert werden, erfolgte dies mit dem Aufkommen der Nutzung der Wasserkraft ab dem 12. Jahrhundert in einer meist über ein <a href="Wasserrad" title="Wasserrad">Wasserrad</a> angetriebenen Mühle, der sogenannten Lohmühle, die in der Regel zur Lohgerberei gehörte.
</p><p>Aufgrund der extrem starken Geruchsbelästigung wurden die Lohgerber wie auch die anderen Gerber durch die im Mittelalter entstehenden Stadtordnungen vielerorts dazu verpflichtet, sich am Stadtrand oder in Vorstädten anzusiedeln, und zwar an den Abläufen der Flüsse, da die beim Waschen der Leder ausgeschwemmten mineralischen Stoffe wie <a href="Alaun" class="mw-redirect" title="Alaun">Alaun</a>, <a href="Arsenik" class="mw-redirect" title="Arsenik">Arsenik</a>, Kalk und Salz sowie Fleisch- und Haarreste zu einer enormen Verunreinigung der Gewässer führten.
</p><p>Wie alle Gerber so waren auch die Lohgerber großen gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt:
„Natürlich wusste Madame Gaillard, dass Grenouille in Grimals Gerberwerkstatt nach menschlichem Ermessen keine Überlebenschance besaß“ – so die Schilderung in Patrick Süskinds Roman <i><a href="Das_Parfum" title="Das Parfum">Das Parfum</a></i>,<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> in welchem er anschaulich die schwere und gesundheitsschädigende Arbeit der Gerber im <a href="Paris" title="Paris">Paris</a> des 18. Jahrhunderts darstellt. Nässe und kaltes Wasser führten zu chronischen <a href="Rheuma" title="Rheuma">rheumatischen Leiden</a>, der zum Äschen eingesetzte Kalk verätzte die Hände und der Umgang mit den rohen Häuten führte nicht selten zu tödlich endenden <a href="Milzbrand" title="Milzbrand">Milzbrandinfektionen</a>.
</p><p>Mit aufkommender <a href="Industrialisierung" title="Industrialisierung">Industrialisierung</a> im 19. Jahrhundert wurde der langwierige Prozess der Grubengerbung durch die Schnell- oder Fassgerbung mit Lohbrühe, später der <a href="Chromgerbung" title="Chromgerbung">Chromgerbung</a> in Bottichen abgelöst: Der zünftige Berufsstand des Lohgerbers wurde vom industriellen Lederarbeiter abgelöst.
</p>
<p> Die <a href="Trier" title="Trier">Trierer</a> Gerberei Joh. Rendenbach stellte bis 2022 als letztes Unternehmen in Deutschland kommerziell Leder nach dem sogenannten Eichenloh-Grubengerbverfahren für Schuhsohlen her.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Relikte_des_alten_Handwerks">Relikte des alten Handwerks</h2></div>
<p>Wie alle Gerber hatten auch die Lohgerber einen hohen Wasserbedarf, sodass sie ihre Werkstätten meist an Wasserläufen hatten. Da durch das Waschen des Leders das Wasser stark verschmutzt wurde, ordneten viele mittelalterliche Stadtordnungen ihre Ansiedlung an den Unterläufen der Flüsse an. Straßennamen in den alten Innenstädten weisen bis heute auf diese Standorte der Lohgerbereien hin:
</p>
<style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250404253">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .column-multiple,.mw-parser-output div[style*=column]{margin-top:0.3em}.mw-parser-output .column-multiple>ol,.mw-parser-output .column-multiple>ul,.mw-parser-output .column-multiple>p,.mw-parser-output div[style*=column]>ol,.mw-parser-output div[style*=column]>ul{margin-top:0}.mw-parser-output .column-multiple li,.mw-parser-output div[style*=column] li,.mw-parser-output .column-multiple-avoid{break-inside:avoid;break-inside:avoid-column;page-break-inside:avoid}.mw-parser-output .column-multiple-avoid-3{orphans:3;widows:3}.mw-parser-output .column-multiple .mw-heading{column-span:all}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><div class="column-multiple" style="column-width:20em;">
<ul><li>Am Lohberg (Kirchscheidungen)</li>
<li>Am <a href="Soestbach" title="Soestbach">Loerbach</a> (<a href="Soest" title="Soest">Soest</a>)</li>
<li>An der Lohmühle (<a href="Lich" title="Lich">Lich</a>)</li>
<li>Bei der Lohmühle</li>
<li>Gerberau (<a href="Freiburg_im_Breisgau" title="Freiburg im Breisgau">Freiburg im Breisgau</a>)</li>
<li>Gerbergang (<a href="Rendsburg" title="Rendsburg">Rendsburg</a>)</li>
<li><a href="Gerbergasse_(Bozen)" title="Gerbergasse (Bozen)">Gerbergasse</a> (<a href="Bozen" title="Bozen">Bozen</a>)</li>
<li>Gerberstraße (Backnang)</li>
<li>Gerberstraße und <a href="Gerberviertel_(Bochum)" title="Gerberviertel (Bochum)">Gerberviertel (Bochum)</a></li>
<li>Gerberstraße (<a href="Reutlingen" title="Reutlingen">Reutlingen</a>)</li>
<li>Heerdter Lohweg (<a href="D%C3%BCsseldorf-Heerdt" class="mw-redirect" title="Düsseldorf-Heerdt">Düsseldorf-Heerdt</a>)</li>
<li>Langer Lohberg (<a href="L%C3%BCbeck" title="Lübeck">Lübeck</a>)</li>
<li>Lauergasse (<a href="Speyer" title="Speyer">Speyer</a>)</li>
<li>Ledergraben (<a href="Reutlingen" title="Reutlingen">Reutlingen</a>)</li>
<li>Loerstraße (sprich loːɐ̯-) (<a href="M%C3%BCnster" title="Münster">Münster</a>)</li>
<li>Löbdergraben (<a href="Jena" title="Jena">Jena</a>)</li>
<li>Löhergraben (<a href="Aachen" title="Aachen">Aachen</a>)</li>
<li>Löherstraße und Löhertor (<a href="Fulda" title="Fulda">Fulda</a>)</li>
<li>Löherstraße (<a href="Frankfurt_am_Main" title="Frankfurt am Main">Frankfurt am Main</a>)</li>
<li>Lohgerber Gang (<a href="M%C3%B6lln" title="Mölln">Mölln</a>)</li>
<li>Lohgerberweg (<a href="Bad_Vilbel" title="Bad Vilbel">Bad Vilbel</a>, <a href="Diepholz" title="Diepholz">Diepholz</a>)</li>
<li>Lohgerberstraße (<a href="Borken" title="Borken">Borken</a>, Burgdorf, <a href="Friedrichstadt" title="Friedrichstadt">Friedrichstadt</a>, <a href="Glandorf" title="Glandorf">Glandorf</a>, Mühldorf, <a href="Neu%C3%B6tting" title="Neuötting">Neuötting</a>, <a href="Ratingen" title="Ratingen">Ratingen</a>, <a href="Rheda-Wiedenbr%C3%BCck" title="Rheda-Wiedenbrück">Rheda-Wiedenbrück</a>, <a href="Rostock" title="Rostock">Rostock</a>, <a href="L%C3%BCbeck" title="Lübeck">Lübeck</a>)
<dl><dd>→ <a href="Lohgerberstra%C3%9Fe" title="Lohgerberstraße">Lohgerberstraße</a> in Rostock</dd></dl></li>
<li>Lohgraben (<a href="A%C3%9Flar" title="Aßlar">Aßlar</a>, <a href="Coburg" title="Coburg">Coburg</a>, Hochstadt, <a href="Marktheidenfeld" title="Marktheidenfeld">Marktheidenfeld</a>)</li>
<li>Lohgrabenstraße (<a href="Regensburg" title="Regensburg">Regensburg</a>)</li>
<li>Lohgrabenweg (<a href="Mintraching" title="Mintraching">Mintraching</a>)</li>
<li>Lohholz (Gemarkung von Gleina)</li>
<li><a href="Lohm%C3%BChlenbr%C3%BCcke" title="Lohmühlenbrücke">Lohmühlenbrücke</a>, -platz und <a href="Lohm%C3%BChlenstra%C3%9Fe_(Berlin-Alt-Treptow)" title="Lohmühlenstraße (Berlin-Alt-Treptow)">-straße</a> (<a href="Berlin" title="Berlin">Berlin</a>)</li>
<li>Lohmühlenstraße (<a href="Hamburg" title="Hamburg">Hamburg</a>)</li>
<li>Lohmühlental (<a href="Essen" title="Essen">Essen</a>)</li>
<li>Lohstraße (<a href="Chemnitz" title="Chemnitz">Chemnitz</a>)</li>
<li>Lohgerbe (Bad Säckingen)</li>
<li>Lohmühle (Backnang)</li>
<li>Lohmühle (Wegberg-Bissen)</li>
<li>Löhrstraße (Koblenz)</li>
<li>Niederkasseler Lohweg (<a href="D%C3%BCsseldorf-Niederkassel" class="mw-redirect" title="Düsseldorf-Niederkassel">Düsseldorf-Niederkassel</a>)</li>
<li>Rothgerberbach (<a href="K%C3%B6ln" title="Köln">Köln</a>)</li></ul>
</div>
<p>Das <a href="Lohgerberhaus" title="Lohgerberhaus">Lohgerberhaus</a> in <a href="Quedlinburg" title="Quedlinburg">Quedlinburg</a> in <a href="Sachsen-Anhalt" title="Sachsen-Anhalt">Sachsen-Anhalt</a>, ehemaliges <a href="Gilde_(Kaufleute)" class="mw-redirect" title="Gilde (Kaufleute)">Gildehaus</a> der Quedlinburger Lohgerber, zeugt bis heute von der Wohlhabenheit dieser Zunft.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Museen">Museen</h2></div>

<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Technisches_Schaudenkmal_Lohgerberei_Weida">Technisches Schaudenkmal Lohgerberei Weida</h3></div>
<p><a href="Weida" title="Weida">Weida</a> entwickelte sich ab der Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem Schwerpunkt der Lederherstellung im <a href="Mitteldeutschland" title="Mitteldeutschland">mitteldeutschen</a> Raum. Das Museum ist die ehemalige <i>Gerberei Francke</i>, die von 1844 bis 1990 arbeitete. Nach Einstellung der Produktion wurde der Betrieb zu einem technischen Schaudenkmal mit voll funktionstüchtigen Maschinen wie Rindenbrecher, Lohmühle, Entfleischmaschine, Lederwalze, Ausstoßmaschine, Walzenpresse, Pumpen, Gerbgruben und drehbaren Holzfässern sowie einer kleinen Dampfmaschine von 1855 mit 12&nbsp;PS Leistung umgestaltet. Im angrenzenden ehemaligen Wohnhaus befinden sich Ausstellungsräume zur Geschichte des Handwerks.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Lohgerbermuseum_Dippoldiswalde">Lohgerbermuseum Dippoldiswalde</h3></div>
<p>In einem um 1750 erbauten Lohgerberhaus in <a href="Dippoldiswalde" title="Dippoldiswalde">Dippoldiswalde</a> befindet sich eine Schauanlage. Zu der originalgetreu rekonstruierten dreigeschossigen Lohgerberwerkstatt mit Gerberei, Zurichtstube, Trockenboden, Lederlager und Gesellenkammer gehört auch das <a href="Barock" title="Barock">barocke Wohnhaus</a> des Lohgerbermeisters und seiner Familie. Neben den 22 Ausstellungsräumen, die teilweise Wechselausstellungen Platz bieten – z.&nbsp;B. über die industrielle Lederfabrikation im 19./20. Jahrhundert – gibt es einen Vortragsraum sowie ein Videokabinett zum Thema „Leder“.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Museum erhielt 2023 den <a href="S%C3%A4chsischer_Museumspreis" title="Sächsischer Museumspreis">Sächsischen Museumspreis</a>.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Karl-Heinz Binzer: <i>Die Eschweger Lohgerber. Leder aus Eschwege – Aus der Geschichte eines untergegangenen Handwerks.</i> Geschichtsverein Eschwege (Hrsg.) 1992.</li>
<li>Johann Georg Krünitz: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.kruenitz1.uni-trier.de/"><i>Oekonomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft.</i></a> 232 Bände. Pauli, Berlin 1773–1858.</li>
<li>Harry Kühnel (Hrsg.): <i>Alltag im Spätmittelalter.</i> 3. Auflage. Styria, Graz / Wien / Köln 1986, ISBN 3-222-11528-1.</li>
<li>Frank Single: <i>Die Lohmühle und die Rotgerber zu Wittislingen. Geschichte &amp; Technik.</i> Books on Demand, 2007, ISBN 978-3-8334-9587-8.</li>
<li>Ignatz Bautsch: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10304369-3"><i>Ausführliche Beschreibung der Lohgärberey.</i></a> Walther, Dresden 1793.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Lohgerber?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Lohgerber</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.lohgerbermuseum.de/">Lohgerber Museum Dippoldiswalde</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.ahlering.de/Gerberei/gerberei.html">Das Hilchenbacher Gerbereigewerbe</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.leder-und-gerbermuseum.de/">Leder- und Gerbermuseum Mülheim an der Ruhr</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.muehle-wittislingen.de/">Historische Lohmühle Wittislingen</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.kreis-ahrweiler.de/kvar/VT/hjb2002/hjb2002.52.htm">Lohschälen – Waldnutzung annodazumal.</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.lederpedia.de/">Lederpedia</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.rooom.com/360-view/oKgCntF6i2p"><i>360 Grad Rundgang durch technisches Schaudenkmal Lohgerberei Weida</i></a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Georg Friederici: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.historische-berufe.de/Gerber/"><i>Gerber.</i></a> In: <i>Berufe.</i> Historische Berufe. Auf Historische-Berufe.de, abgerufen am 28.&nbsp;Dezember 2023.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Rudi Palla: <i>Verschwundene Arbeit. Ein Thesaurus der untergegangenen Berufe.</i> Frankfurt am Main, Wien Büchergilde 1995, ISBN 3-7632-4412-3, S.&nbsp;201.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gerhildkomander.de/chronologie/142-chronik-von-anfang-an.html">Berliner Geschichte im Mittelalter.</a></span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.wannewitz.de/resources/umwelt.html">Stephan Wannewitz: <i>Umweltprobleme städtischer Gewerbe im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit.</i></a></span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Patrick Süskind: <i>Das Parfum.</i> Zürich: Diogenes 1994, ISBN 978-3-257-22800-7.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.lederfabrik-rendenbach.de/unternehmen/">Website der Fa. Renderer.</a> Abgerufen am 16. April 2021.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.vogtland-tourismus.de/sehenswertes/schauwerkstaetten/lohgerberei-weida.html"><i>Technisches Schaudenkmal Lohgerberei Weida.</i></a> Portal <i>Voigtland Tourismus.</i></span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.lohgerbermuseum.de/">Lohgerbermuseum Dippoldiswalde</a></span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.tagesschau.de/inland/regional/sachsen/mdr-saechsischer-museumspreis-2023-geht-ins-erzgebirge-102.html"><i>Sächsischer Museumspreis 2023 geht ins Erzgebirge.</i></a> In: <i><a href="Tagesschau.de" title="Tagesschau.de">Tagesschau.de</a>.</i> 13.&nbsp;November 2023,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 14.&nbsp;November 2023</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ALohgerber&amp;rft.title=S%C3%A4chsischer+Museumspreis+2023+geht+ins+Erzgebirge&amp;rft.description=S%C3%A4chsischer+Museumspreis+2023+geht+ins+Erzgebirge&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.tagesschau.de%2Finland%2Fregional%2Fsachsen%2Fmdr-saechsischer-museumspreis-2023-geht-ins-erzgebirge-102.html&amp;rft.date=2023-11-13">&nbsp;</span></span>
</li>
</ol>
<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable normdaten-typ-s" style="border-style: solid; border-width: 1px; clear: left; margin-bottom:1em; margin-top:1em; padding: 0.25em; overflow: hidden; word-break: break-word; word-wrap: break-word;" id="normdaten">
<div style="display: table-cell; vertical-align: middle; width: 100%;">
<div>
Normdaten&nbsp;(Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/1167559983">1167559983</a></span> </div>
</div></div></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2025-07-13" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Lohgerber&amp;oldid=257853028">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
</div>
</div><!--/htdig_noindex--></div>
</div>
</main>
</div>
</div>
</div>
<script src="./_webp_/webpHandler.js"></script>

</body></html>